Schimmel im Neubau

Wie erkennt man Schimmelschäden in Neubauten?

Es gibt verschiedene Verdachtsmomente, anhand derer sich Schimmelschäden erkennen lassen. Zum einen weisen typische dumpf-muffige Gerüche darauf hin, zum anderen treten oftmals sichtbare Feuchteanzeichen an Wänden, Decken oder anderen Bauteiloberflächen auf. Diese können als Hinweis auf eine insgesamt zu hohe Feuchtigkeit im Gebäude interpretiert werden.

Weitere Verdachtsmomente können eine zu schnelle Bauzeit sein, bei der keine ausreichenden Trocknungszeiten gewährleistet wurden. Ein Problem können zudem Winterbauten sein, bei denen sich Kondenswasser bildet oder gebildet hat. Ebenso kritisch ist ein Wasserschaden während der Bauzeit. Ein eindeutiges Zeichen ist zudem sichtbares Schimmelwachstum. Hier gilt allerdings zu beachten, dass ein offensichtlicher Schimmel in der Regel nur als die sogenannte Spitze des Eisbergs zu verstehen ist. Erfahrungen zeigen, dass sichtbarer Schimmel sehr häufig mit verdeckten, also nicht sichtbaren Schimmelschäden einhergeht.

Drei Hauptauslöser für Schimmelwachstum

Als Ursachen wurden drei Hauptauslöser für Schimmelwachstum identifiziert – so das Ergebnis der Studie zur Risikoanalyse für Schimmel in Neubauten. Zum einen der oftmals zu lockere und unbedachte Umgang der am Bau Beteiligten mit dem Baustoff Wasser.
Zum anderen spielen Witterungseinflüsse wie Regen und niedrige Temperaturen im Winterhalbjahr mit Kondensationsfeuchte eine große Rolle, insbesondere bei unvollständiger oder fehlender Luftdichtigkeitsebene beziehungsweise Wärmedämmung.

Nicht zuletzt entsteht Feuchtigkeit durch die erhebliche Wasserfreisetzung während der Trocknungsprozesse von Putzen, Estrichen, Mörtel und Beton.

Schlussfolgerung

Schimmel in Neubauten entsteht meist durch zu hohe Feuchtigkeit, die beispielsweise durch Bauprozesse, Witterungseinflüsse oder Wasserschäden in das Gebäude gelangt und nicht ausreichend austrocknen kann. Typische Warnsignale sind muffige Gerüche, sichtbare Feuchteanzeichen oder erkennbares Schimmelwachstum – wobei sichtbarer Schimmel häufig nur auf weitergehende, verdeckte Schäden hinweist. Entscheidend ist daher ein bewusster und kontrollierter Umgang mit Feuchtigkeit während der Bauphase sowie die Einhaltung ausreichender Trocknungszeiten, um das Risiko von Schimmelbildung nachhaltig zu reduzieren.

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