Formaldehyd

Formaldehyd ist oft Grundstoff bei der Herstellung komplexerer Kunststoffe, aber auch natürliche Grundstoffe können Formaldehyd in verschiedensten Konzentrationen aufweisen.

Der Stoff wurde und wird oft bei der Produktion von Holzwerkstoffen eingesetzt und findet sich unter anderem in Span- oder Furnierplatten und Möbeln, aber auch in Lacken, Harnstoff-Formaldehyd-Schäumen, Dämmstoffen, Spachtelmassen und in Textilien. Auch in einigen Reinigungsmitteln, Klebstoffen oder Kosmetik kommt Formaldehyd als Desinfektionsmittel zum Einsatz. Aus Spanplatten wird Formaldehyd über Jahrzehnte freigesetzt (solange bis der Kleber vollständig zersetzt bzw. ausgegast ist).

Formaldeyhd wurde im Juni 2014 durch die EU aufgrund neuer Erkenntnisse als „kann Krebs erzeugen“ (Kategorie 1 B gemäß CLP-Verordnung) eingestuft. Seit 2016 gibt es einen Richtwert von 100 µg/m3. Das entspricht der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). (Quelle: Umweltbundesamt).