PCB – Polychlorierte Biphenyle

Polychlorierte Biphenyle (PCB) umfasst mehr als 200 in Gemischen auftretende chemische Verbindungen. Sie bestehen aus Biphenyl und einer unterschiedlichen Anzahl an Chloratomen. PCB wurde über Jahrzehnte hinweg weltweit produziert und aufgrund der chemischen und physikalischen Eigenschaften, in verschiedensten technischen Bereichen eingesetzt, unter anderem in elastischen Fugenmassen, bei Anschlussfugen von Fenstern und Türzargen und als Bewegungsfugen zwischen Betonfertigteilelementen. Weitere PCB-Quellen sind Klebstoffe, Deckenpaneelen, Kunststoffe, Kabelummantelungen und Starterkondensatoren alter Neonlampen etc.

In den 1960er Jahren wurden erstmals die schädlichen Auswirkungen der PCB für Gesundheit und Umwelt erkannt. 1973 empfahl der Rat für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), PCB nicht mehr in offenen, sondern nur noch in geschlossenen Anwendungen einzusetzen. Seit 1983 werden PCB in Deutschland nicht mehr hergestellt.

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