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Alternative zur Fußbodenkomplettsanierung

Dr. Führer zum Vortrag am Umweltbundesamt Berlin eingeladen

Anlässlich der 14. WaBoLu-Innenraumtage vom 14. bis 16. Mai wurde Dr. Gerhard Führer vom Institut Peridomus, Himmelstadt an das Umweltbundesamt in Berlin eingeladen, um das von ihm entwickelte und patentierte Estrichfugensystem „Schimmelstopp“ zu präsentieren. Der Vortrag findet auf Einladung des Vereins für Wasser-, Boden- und Lufthygiene e.V. am 16. Mai um 12 Uhr im Rahmen des Themas „Diffusionsoffene Estrichfugensysteme als Alternative zur Fußbodenkomplettsanierung“ statt.

„Schimmelpilzsanierungen sind oftmals mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden“, so Dr. Führer, ö. b. u. v. Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. „Diffusionsoffene Estrichfugensysteme bieten hier eine kostengünstige Alternative.“ Musste bisher bei einem Schimmelpilzbefall unter dem Estrich sowohl der Fußboden als auch der Estrich und die Dämmung entfernt werden, ist bei dem von Führer entwickelten Estrichfugensystem lediglich das Freilegen, Ausräumen und Verschließen der Estrichfuge erforderlich. Die Handhabung ist so einfach, dass auch ein Selbsteinbau möglich ist. Das zweistufige Filterprinzip von „Schimmelstopp“ wird beispielsweise auch in der Reinraum- und Filtertechnologie eingesetzt.

Unerkannte oder nicht fachgerecht sanierte Wasserschäden und Kondenswasserbildung durch Wärmebrücken, beispielsweise bei mangelnder Dämmung der Kellerdecke, führen zu Schimmelpilzbelastungen in der Dämmebene von Fußböden. Beim Begehen des Fußbodens wird durch das Gewicht des Raumnutzers der Unterboden geringfügig zusammengedrückt. Dadurch wird ein kurzer Luftstoß in alle Richtungen ausgelöst. An jeder Stelle der Randfuge, also am Übergang vom Fußboden zur Wand, kann deshalb mit Schimmelpilzbestandteilen belastete Luft aus dem Unterboden in die Raumluft austreten. Gesundheitliche Beschwerden wie beispielsweise Atemwegserkrankungen, allergische und asthmatische Reaktionen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit können die Folge sein. Eine sachgerechte Schimmelpilzsanierung ist daher nötig. Diese erfordert, nach den Grundsätzen der Innenraumhygiene, die Entfernung der gesamten Schimmelpilzbiomasse. Der komplette Fußboden inklusive Estrich und Dämmung muss ausgebaut werden. Hohe Sanierungskosten, eine „Baustelle“ und ein längerer Nutzungsausfall der Räumlichkeiten sind die Folge.

Hier bietet das von Dr. Führer entwickelte Estrichfugensystem „Schimmelstopp“ der Welindo GmbH Gesunde Innenräume, Himmelstadt eine wirkungsvolle und kostengünstige Alternative. Durch Verschließen der Randfuge wird der belastete Unterboden von der Raumluft abgetrennt. Das diffusionsoffene Estrichfugensystem adsorpiert und filtert gasförmige und partikelartige Schimmelpilzbestandteile unter schwimmend verlegten Estrichen. Es hält Sporen, Schimmelpilzgifte, sterile Zellwandbestandteile, Schimmelpilz-Stoffwechselprodukte und Geruchsbelastungen aus dem Unterboden zurück. Wasserdampfdurchlässige Materialien sorgen dafür, dass kein Feuchtigkeitsstau und damit kein weiteres Schimmelpilzwachstum auftreten. Die Handhabung ist einfach und schnell umsetzbar: Die Randfuge wird freigelegt und ausgeräumt, anschließend ein Adsorptionsmittel eingefüllt. Dieses bindet gasförmige Schimmelpilzbestandteile. Dann wird die Fuge mit einem Hochleistungsfiltergewebe abgedeckt, das partikelartige Schimmelpilzbestandteile zurückhält. Durch die Sockelleiste, die abnehmbar ausgeführt werden sollte, ist die Konstruktion nicht sichtbar. Sowohl die Kosten als auch der Arbeitsaufwand sind im Vergleich zur bisher üblichen Sanierungsmethode gering.

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